| Rezensionen |
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Der Autor stellt seinen Roman in die Landschaft der Mosel. Wie der Flusslauf nimmt die Geschichte des Marcus Junius Maximus Wendungen, wie sie nur Krieg und Liebe führen können. Kuhn hat gut recherchiert. Landschaften und Stadtleben treten zutage, als wäre diese Vergangenheit erst gestern abgelaufen. Gegenstände des Alltags sind so plastischdargestellt, als wären sie tatsächlich durch die Hände des Autors gegangen. Die Einblicke, die Michael Kuhn dem Leser gewährt, unterscheiden sich nur auf den ersten Blick nicht sonderlich von heutigem Alltagsleben, drücken sie doch eine Zeit aus, wo Krieg und Frieden in dieser Epoche des Römischen Reiches so nahe lagen. Kriegsgetümmel und Trinkgelage scheinen sehr eng in dem Soldatenalltag verknüpft. Mit dem Wissen des Archäologen nimmt Michael Kuhn Schmuck- und Kultgegenstände in seine Erzählstränge auf, die Einfluss auf den Lauf von Marcus? Geschichte nehmen in einer Welt, in einer Zeit, wo Plünderung und Brandschatzung auf Seiten der Eroberer und Aufständischen zur Tagesordnung gehörten. In dieser täglichen Bedrohung des Lebens kommt Marcus kaum zur Ruhe. Allein der Besuch des Badehauses lässt ihm Zeit zur Entspannung. Geschickt bindet Michael Kuhn in die Geschichte seines Helden auch Orte wie die Arena ein, die wie Tempel und Badehaus am ehesten die Zeit überdauert haben, wenigstens in ihren Grundmauern. Die Orte wirken greifbar. Die Charaktere des Romans sind dem Wesen nach gekleidet, was gut zu verfolgen ist in dem Teil der Geschichte, wo Marcus sich selbst aus den Augen verliert. Man darf gespannt sein, welche Abenteuer Marcus Junius Maximus im nächsten Teil bestehen wird.
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